Fußballer zeigen Herz für Kinder

  • 21. März 2021
  • Henner
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Die Mannschaftskapitäne Johannes Warth (links) und Eric Gerstner vom FC Obertsrot überreichen den Spendenscheck an Tim Schmidt und Söhnchen Jonah.

FC Obertsrot sammelt laufend Spenden für wohltätige Zwecke

Gernsbach / Iffezheim (BT) – Der Ball ruht im Amateurbereich, doch die Fußballfamilie lebt. Und das über die Grenzen des eigenen Vereins hinaus. Das stellte jüngst der FC Obertsrot unter Beweis, dessen aktive Kicker sich in der fußballfreien Zeit mit Online- und Lauftraining fit halten. Letzteres haben sie aufgeteilt in zwei Gruppen und mit einer speziellen App für einen internen Wettbewerb genutzt und dabei Spenden gesammelt. 40 Läufer der ersten und zweiten Mannschaft haben dabei alleine im Monat Februar 3.076 Kilometer zurückgelegt und 1.320 Euro eingesammelt. Diese wurden nun gespendet – jeweils hälftig an die Kinderkrebshilfe in Heidelberg und an die Familie Schmidt in Iffezheim.

Papa Tim Schmidt, Co-Trainer beim FV Sandweier, und seine Frau Kerstin zeigten sich überwältigt von der Aktion des FCO. Ihr Erstgeborener Jonah (4) ist kontinuierlich auf medizinische Hilfe angewiesen, seit es bei der Geburt Komplikationen gegeben hat, die zu Schädigungen am Gehirn führten. Weil sie bisher in Deutschland keine passende Therapie für den Kleinen gefunden haben, fahren sie seit zwei Jahren viermal jährlich in die Slowakei, wo Jonah eine Spezialbehandlung bekommt, die ihm richtig guttue. Das ist natürlich sehr kostspielig, erzählen die Eltern, zumal die Krankenkasse anteilig nur einen der vier Termine im Jahr bezahlt. Umso wichtiger sei für den kleinen Jungen und seine Familie die Hilfe, die ihm nun von den einstigen Rivalen seines Vaters auf dem Fußballplatz zuteil wird.

„Auf die Beine“: Neue Hoffnung liegt in Köln

Die Idee, den Sohn des früheren BT-Torschützenkönigs (41 Tore für den FV Sandweier in der Saison 2004/2005) zu unterstützen, kam von FCO-Co-Trainer Florian Weiler. Die restlichen 660 Euro spenden die Murgtäler der Kinderkrebshilfe in Heidelberg. Das liegt darin begründet, dass ihr früherer Kapitän und Trainer Thomas Götz viel zu jung an Krebs gestorben ist. „Unsere Jungs zeigen damit ihr Herz für Kinder und setzen ein tolles Zeichen dafür, in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und nicht nur an sich selbst zu denken“, freut sich FCO-Vorsitzender Stephan Juch über die Aktion. Die Spendensumme ergibt sich im Wesentlichen aus Zuwendungen der Spieler und aus der Mannschaftskasse sowie von einigen Mitgliedern der Alten Herren und einigen privaten Spenden; die Firma Kierer-mobility (Rastatt) und die Pizzeria Da Salva (Bad Rotenfels) haben sich ebenfalls am wohltätigen Zweck beteiligt.

Der FCO drückt jetzt Jonah die Daumen, dass er durch das Programm „Auf die Beine“ in Köln weitere Fortschritte macht, in das der Vierjährige im Februar 2022 aufgenommen wird. Das interdisziplinäre Behandlungskonzept für Kinder und Jugendliche mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit sei ähnlich aufgebaut wie das, was Jonah seit zwei Jahren in der Slowakei wahrnimmt, erläutern seine Eltern.

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